HomeDie PraxisFacharzt-KompetenzDas TeamUnsere Leistungen

Darmkrebs

Jeder 20. Bundesbürger erkrankt in seinem Leben an Darmkrebs

Es gibt eine Reihe von Faktoren, von denen man annimmt, dass sie die Entstehung von Darmkrebs fördern. Dabei unterscheidet man zwischen familiären und nicht-familiären Risiken.

Nicht-familiäre Risiken

Hohes Alter ist der größte Risikofaktor im Zusammenhang mit der Entstehung von Darmkrebs. Darmkrebs kann in jedem Alter entstehen. Allerdings steigt ab dem 50. Lebensjahr das Risiko an Darmkrebs zu erkranken drastisch an. Demnach könnte eine Zunahme der Neuerkrankungen auch durch eine gestiegene Lebenserwartung zu erklären sein.

Ein zusätzlicher wichtiger Risikofaktor ist die Bildung von Darmpolypen (mögliche Vorstufen von Darmkrebs). Auch Darmpolypen können in jedem Alter entstehen. Bei einer Darmspiegelung kann man Polypen jedoch entdecken und gleichzeitig völlig schmerzfrei abtragen.

Der Lebensstil eines Einzelnen kann auch das individuelle Darmkrebsrisiko beeinflussen. Zu nennen sind hierbei insbesondere eine "falsche" Ernährung (zu viel tierische Nahrungsmittel), das Rauchen von Zigaretten, der übermäßige Konsum von Alkohol sowie Bewegungsmangel und Stress.
Weiterhin können chronisch entzündliche Darmerkrankungen, wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, das Darmkrebsrisiko erhöhen.

Familiäre Risiken

Die Veranlagung, später vielleicht an Darmkrebs zu erkranken, kann erblich sein (familiäre Disposition). Deshalb haben Menschen, bei denen Darmkrebs oder Darmpolypen in der Familie vorgekommen sind, ein sehr viel höheres Erkrankungsrisiko. Zwischen 5 und 10% der Darmkrebspatienten sind davon betroffen. Es gibt zwei Hauptformen:

Das HNPCC (englisch: Hereditary Non-Polyposis Colorectal Cancer) ist für den Großteil der familiären Darmkrebsfälle verantwortlich. Das mittlere Alter bei der Diagnosestellung liegt bei 45 Jahren. Ist ein Elternteil erkrankt, so beträgt das Risiko der Kinder, ebenfalls zu erkranken, zwischen 40 und 50%.

Bei der FAP (Familiäre adenomatöse Polyposis) kommt es zur Überwucherung des Darms mit Darmpolypen. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit liegt hier bei 100%. Man nimmt an, dass ca. 1% der Darmkrebspatienten davon betroffen ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit weitervererbt wird, liegt bei ungefähr 50%. Menschen mit einer familiären Disposition sollten in jedem Fall, unabhängig vom Alter, eine Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen!


Risikominimierung

Man kann das Auftreten von Darmkrebs nicht zu 100% verhindern. Allerdings kann man das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken teilweise selbst reduzieren. Das, was zählt, sind gesunde Ess- und Lebensgewohnheiten. Die Belastung unserer Nahrungsmittel ist vielschichtig und nimmt immer mehr zu. Die längste Verweildauer von Nahrungsresten im Körper ist im Dickdarm. Schadstoffe sind hier also besonders kritisch. Die richtige Auswahl und Zubereitung sowie eine gute Qualität der Nahrungsmittel ist daher sehr wichtig.

Empfehlenswert ist das tägliche Verzehren von Salat, Obst, Gemüse und gegebenenfalls Vollkornprodukten. Zudem sollte man auf ausreichende Bewegung (vier mal pro Woche, mindestens 30 Minuten Sport treiben) achten. Weitere Risiken, die eine Entstehung von Darmkrebs fördern können und die man selbst beeinflussen kann, sind Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Bewegungsmangel und Stress.

Es gibt aber auch eine Reihe von Risikofaktoren, die man nicht selbst beeinflussen kann. Dazu gehören vererbbare Risikofaktoren, chronische Darmerkrankungen, hohes Alter und das Vorkommen von Darmpolypen. Hier spielt die Früherkennung eine sehr große Rolle. Durch moderne Operationsmethoden sind heutzutage die Heilungschancen bei früh erkanntem Darmkrebs sehr gut.

NEWS
 
 

Chirurgische Gemeinschaftspraxis, Fon: (0201) 67 20 88/-89, Fax: (0201) 68 20 24, E-Mail: Chir-GP-Borbeck@t-online.de